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Talmud
„Lehre“ oder „Studium“, innerhalb des jüdischen Glaubens entstanden, um den jüdisch-biblischen Glauben mehr und mehr ins alltägliche Lebens zu verästeln. Eine ausführliche Gesetzessammlung, die Mischna, wird um 200 n.Chr. abgeschlossen und durch nachfolgende Erklärungen, die Gemara, ergänzt. Mischna und Gemara fügen sich zum Talmud zusammen. Wir unterscheiden zwei Talmude, den Talmud aus Palästina, der um 400 n. Chr. abgeschlossen erscheint, und den Babylonischen Talmud, der sich um 500 n. Chr. abrundet. Mit der Bibel bildet er die Grundlage des jüdischen Glaubens bis heute. Der Talmud erklärt nicht nur die Tora, er enthält auch Philosophisches und erläutert wissenschaftliche Fragen. Er nimmt auch Erzählungen und Weisheitssprüche auf, insgesamt eine wichtige Quelle zum Verständnis des jüdischen Glaubens.
    
Tempel
Tempelbau und Glaube Israels
Der Tempel in Jerusalem wurde unter Salomo erbaut, während David schon derartige Pläne erörtert und vorbereitet hatte, was durch den prophetischen Einspruch Nathans verhindert wurde. Gott wohne nicht in einem Haus, sondern allerhöchstens in einem Zelt, wie es seit des Mose Zeiten Praxis war. Die Lade, Thronsitz des unsichtbaren Gottes, gehöre eben nicht in einen Tempel, sondern ins Heilige Zelt, das von Stamm zu Stamm wandert. Tempel gab es bereits in Bethel und Dan, als Salomo mit seinem Tempelbau begann. Auch Silo, Mizpa, Gilgal, Bethel, Rama, Gibea, und Bethlehem sind Kultorte, die aber nicht unbedingt einen Tempel beherbergen, sondern das Wanderheiligtum, die Lade im heiligen Zelt von Zeit zu Zeit aufnahmen. Grundsätzlich gab es in Israel immer wieder eine vehemente Tempelkritik, vor und lange nach dem Tempelbau. Zum einen warnten die Propheten, der Tempel und sein Kult garantiere nicht den Bund Gottes mit Israel, sondern allein der Gehorsam Israels gegen seinen Gott (Jer 7,14). Und wie könne Gott in einem Haus wohnen, der Himmel und Erde erschaffen habe? (Jes 66,1ff.). Andererseits hat Hesekiel, auch ein Prophet, vom Bau eines neuen Tempels geträumt (u. a. Hes 43,1-12).
Salomos Tempelbau, Wiederaufbau nach dem Exil, Erweiterung unter Herodes, Zerstörung
Salomo baute den Tempel in Jerusalem, der direkt neben dem Königspalast stand und eher als „Hauskapelle“ gedacht war, um 970 in einer siebenjährigen Bauzeit auf, dazu auch Tempel in Bethel, Hebron, Arad u. a). Der Tempel in Jerusalem ist nach kanaanäischem Vorbild in Vorhof, Heiligstes und Allerheiligstes unterteilt. Er wurde trotz riesiger Steuerlasten, die auch durch die Tempelbauten entstanden waren, mit großer Freude eingeweiht und wurde spätestens ab > Josia als Kultort von ganz Juda angesehen. Der Zerstörung durch die >Babylonier im Jahre 586 v. Chr. folgte der Wiederaufbau unter Persiens Oberhoheit, wobei die Tempelweihe unter Esra in das Jahr 515 v. Chr. fiel. Herodes der Große erweiterte den Tempel, nachdem er 37 v. Chr. Jerusalem im Auftrage der Römer erstürmt hatte. Der herodianische Tempel wurde im Jahre 70 n. Chr. durch Titus zerstört und bis heute nicht wieder aufgebaut.
Tempel heute
Ein Rest des Tempels, eine Unterbauungsmauer zum herodianischen Tempel blieb erhalten und dient bis heute als Klagemauer, an der fromme Juden ihr tägliches Gebet verrichten. Auf dem Tempelberg in Jerusalem stehen heute die El Axa Moschee sowie die Omar Moschee, wichtige islamische Heiligtümer. Im Johannesevangelium spricht Jesus von seinem Leib als dem Tempel (Joh 2,19-22), während Paulus die Christengemeinde als Tempel des heiligen Geistes bezeichnet (2Kor 6,16ff.; Eph 2,20ff.), oder auch den einzelnen Christen (Röm 8,11; 1 Kor 6,19).
Ø    Vgl. Midiniter, Midian
Ø    Vgl. Stiftshütte
Ø    Vgl. König
Ø    Vgl. Staat....!
    
Testament
Unser Wort Testament ist eher ein Begriff aus der Juristerei. Es macht die vertragliche Abmachung zwischen zwei Partnern deutlich, wobei der eine der Gebende, nämlich der Testamentseinsetzer, der andere, der Testamentsempfänger, der Nehmende ist. Der gr. Begriff diatheke wie auch der lat. Begriff testamentum besagen diesen juristischen Akt. > Philo von Alexandrien, der große hebräische Gelehrte und Philosoph, wollte den Begriff gr. diatheke durch gr. syntheke ersetzten. Philo machte aufmerksam, dass in dem Gnadenbund, den Gott mit dem Menschen schließe, nicht das juristische Element sondern die persönliche Beziehung wichtig werde. Das lat. testamentum wurde den Christen so wichtig, dass sie dieses Wort zum Sammelbegriff für alle biblischen Bücher machten, lat. Vetus und Novum Testamentum. Freilich wäre das Wort > Bund besser gewählt.
Ø     (G) Das Erste und das Zweite Testament, Vorspann; Erster und Zweiter Bund
Ø     (H) Wie entstand das Zweite Testament in Ansätzen, und warum?
    Vorspann, Das Gesetz und die Propheten.
Ø    Vgl. Staat, Gehorsam und Widerstand, jüdische und christliche Auffassungen und Erfahrungen
Ø    Vgl. Bibel
Ø    Vgl. Bund
    
Textkomposition bei Markus
Ø    Vgl. Markus
    
Thessalonicherbriefe
Ø    12.11. Umkehr zur Nüchternheit
Ø    Vgl. Briefe
    
Theodizee
Lehre von der Selbstrechtfertigung Gottes aus seinen Werken, > Hiob sei das Lehrbeispiel für eine derartige Beweisführung. Das Buch Hiob will aber mehr. Es möchte am Beispiel Hiobs darlegen, wie unendlich gütig Gott ist. Hiob wird herausgefordert, mit Gott in einen Klagestreit zu treten. Er darf dabei Gott Auge in Auge schauen, eine Erfahrung, die normalerweise den Tod bringt. Hiob aber überlebt und wird von Gott gerechtfertigt.
Ø    03.02., Auge in Auge
Ø    Vgl. Hiob
    
Tiamat
Ø    Vgl. Schlange
    
Thomasevangelium
Bis dahin als esoterische Schrift nur dem Namen nach bekannt, wurde das Thomasevangelium als eine Publikation von 13 Bänden und insgesamt 49 Traktaten einer gnostischen Bibliothek entdeckt, die 1946 in einem Grab bei Nag Hamadi bei Luxor von einem ägyptischen Bauern gefunden wurde. Es ist nicht mit dem Kindheitsevangelium des Thomas zu verwechseln, einer Sammlung höchst legendenhafter Wundergeschichten über die Kindheit Jesu. Das gnostische Thomasevangelium, aus dem 4 Jhdt. n. Chr. stammend, enthält 114 lose, durch Stichwortassoziationen aneinandergefügte Jesusworte, teils unbekannt, teils bekannt, die vor allem durch die Parallelen zur kanonischen Jesusüberlieferung interessant werden.
    
Turmbau zu Babel
Ø    Vgl. Babylon