Willkommen
Vita
Veröffentlichungen Übersicht
Veröffentlichungen Internet
365 mal Gott-Lexikon
Gestaltung
Kontakt
Impressum
R (365 mal Gott-Lexikon) Drucken
Rechabiter
Wer ist Rechab?
Nach Jer 35,6 werden die Rechabiter nach ihrem Stammvater Rechab genannt, der einen Verbund gesetzestreuer Israeliten anführt, die alle Veränderungen des altisraelitischen Glaubens, die der Einzug ins Kulturland mit sich brachte, verschmähten. Sie lebten in Zeltern, am Rande der Wüste, lehnten Acker- und Weinbau und den Bau fester Häuser ab. Rechabs Sohn Jonadab verbündete sich mit Jehu, einem Revolutionskönig in Israel (2Kön 10,15-17; 842-815 v. Chr.), der einen scharfen Jahwekurs steuerte und alle Religiosität des Baals- und Astartekulte vernichtete (2Kön 10,18-25; 13,6-11).
Deuteronomium
Die Herkunft des Dtn wird biblisch so erklärt, dass dieses Gesetzbuch im Tempel aufgefunden und zum König Josia gebracht worden sei. Der habe es gelesen und aus der Begegnung mit diesem vergessenen Gesetz sich selbst und das Volk zur Buße gerufen (2Kön 22,1ff.). Merkwürdigerweise gibt sich dieses Gesetzbuch als eine Sammlung gegensätzlicher Gesetze. Diese Sammlung könnte aus dem Nordreich stammen, aus der Zeit, da der Revolutionskönig Jehu mit Jonadab koalierte. Eine Reihe von Greuelgesetzen, wie sie im Dtn niedergelegt sind, scheinen das Tun Jehus zu stützen, inklusive eines hohen Maßes an Fremdenhass (Dtn 13,12-18; 16,21-17,8), während Humanitätsgesetze, auch im Dtn gesammelt, Flüchtlinge und Verarmte schützen und Fremden die Gleichberechtigung mit den Juden gewähren und vor Übergriffen eines sich absolut verstehenden Königsregimes warnen. Auch der Schutz des Soldaten, der sich aus persönlichen Gründen zum Kampf nicht in der Lage sieht, ist hier verankert (Dtn 10,18; 14,28f.; 16,11; 27,19; 24,15f.19-22).
Deuteronomium und Josianische Reform
Unbestritten erscheint der Wissenschaft aber auch, dass das Deuteronomium die Handschrift der Josianischen Reform trägt. Die Züge des Entweder – Oder, wie sie die dtn Theologie auszeichnet, könnten in das aufgefundene Urdeuteronomium eingebracht worden sein, das dann für die Josianische Reform eine Grundlage bildete. Ursprünglich jedoch könnten diese Gesetze innerhalb des Dtn, dabei bleibt es, gemäß der Wüstentradition Israels auf Rechab und seine Bewegung zurückgehen.
Qumran, Jesuszeit und Urgemeinde in Jerusalem
Entwicklungen, wie sie in Qumran und von Johannes und Jesus ausgingen, Armutsbewegungen, die Unterstützung von Kranken und Außenseitern, lassen sich nicht direkt auf die rechabitische Bewegung zurückführen. Sie nehmen aber indirekt Tendenzen der altisraelitischen, rechabitischen Rechtssprechung und Rechtsauffassung auf.
Ø    Vgl. Armut, Armutsbewegung
Ø    Vgl. Quellenscheidung
Ø    Vgl. Pharisäer...!
    
Redenquelle, Redensammlung Jesu
Ø    Vgl. Zweiquellentheorie
    
Reformationsfest
In der Tradition der evangelischen Christenheit ein Hauptfeiertag der Gemeinde. Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther die berühmten 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Schlosskirche zu Wittenberg geheftet haben, dies um zu einer universitären und auch wohl erhofften öffentlichen Diskussion herauszufordern. die Ablasspraxis der Kirche wird radikal in Frage gestellt. Neuere Forschungen besagen, Luther habe diese Thesen zunächst dem Rektor der Universität Wittenberg übergeben, um eine inneruniversitäre Diskussion auszulösen. Wie dem auch sei, die Thesen gelangten an die Öffentlichkeit und lösten einen Sturm aus.
Ø    Aus dem Römerbrief des Paulus, Röm 1,1-16,27, 16.11. Paulus, ein Knecht Jesu Christi, bis 24.11. Christ und Staat
    
Reich
Königsherrschaft Gottes
Der zweittestamentliche Begriff gr. basileua thou  theou, Königsherrschaft Gottes, bedeutet eine Übersetzung des hebr. malkut Jahwe, Königsherrschaft Gottes, ein Zentralbegriff in der Verkündigung Jesu, wie er vor allem in den Gleichnissen Jesu, aber auch durchgehend in seiner Predigt zum Tragen kommt: „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen!“ (Mk 1.15). Das Bild meint die Durchsetzung einer göttlichen Gerechtigkeit für den Menschen auf dieser Erde, auf dass der Mensch in Freiheit, von Leiden und Unterdrückung befreit, leben könne, auf Gottes Geheiß hin.
Aus ersttestamentlichen Vorstellungen heraus
Das Bild vom Reich Gottes, wie es Jesus gebraucht, fiel nicht vom Himmel. Vorbild ist die Zeit der Anfänge Israels, aber auch der Könige und Propheten, die das Gottesrecht durchzusetzen versuchten. Zu diesen Rechten, die der Israelit aus der mosaischen Befreiung herleitet, gehören die Befreiung vom Sklavendasein, von der Zinsknechtschaft, auch die Befreiung zu einer Chancengleichheit aller. Diese Reformen erstrebte Israel von Zeit als Staat, als innerweltlich durchzusetzende Befreiung.
Aus der Erinnerung heraus
Zeitweilig, vor allem in späterer Zeit, wurden in der Erinnerung die Reiche Davids und Salomos als glanzvolle Erfüllung des Gottesreichsgedanken e angesehen, wobei sich das Großreich Israel sofort nach dem Tode Salomos 932 v. Chr. in zwei Reiche teilte. Israel im Norden umfasst ein Gebiet von 10 Stämmen, Juda im Süden eins von zwei, Juda und Benjamin. Auch wird durch eine schonungslose Dokumentation im 1. und 2. Samuelbuch, wie in den beiden Königsbüchern klargestellt, wie stark Rechtsbrüche im Volk und bei den Regierenden im Schwange waren. Von idealen Zuständen ist man weit entfernt. Jedddoch gab es die romantische Sehnsucht, einen Hirten zu erwecken, nämlich David (Hes 34,23).
Gottes Reich und weltliche Reiche
Als Jesus seine Losung vom Reiche Gottes vorstellt, regierten in Juda die Römer. Das Römische Reich ist das größte politische Reich zur Jesuszeit. So ist es zu verstehen, dass an Jesus die Forderung, sich der politisch-messianischen Bewegung zuzuordnen, herangetragen wurde. Hier haben sich Jesus und die Urgemeinde anders entschieden. Die Forderung nach Wohl, Heil und Gerechtigkeit auf Erden bleibt, aber sie wird nicht mit Mitteln der Gewalt sondern mit den Möglichkeiten der messianischen Gemeinde, die ihr verbleiben, durchgesetzt. Jesus selbst erfüllt die Forderungen nach dem Wohl und dem Heil der Menschen auf seine Weise, lehnt aber entschieden eine Durchsetzung seiner Ideen mit Gewalt ab. Dem römischen Caesar, der die Staatsgewalt in Juda letztendlich innehatte, müsse das zukommen, was ihm zustehe (Lk 20,20-26).
Gottes Reich und die Gewaltfreiheit
Eine entscheidende Entwicklung ergibt sich in dem Augenblick, als Jesus gefangen genommen und verurteilt wird. In dieser Lage ging es Spitz auf Knopf um die Frage, ob sich die Jesusbewegung auf gewalttätige Gegenwehr gegen diesen Unrechtsakt einlassen solle. Sowohl die Synoptiker wie auch das Johannesevangelium beziehen Stellung, wie es vor ihnen schon > Paulus tut (> Staat). Bei Matthäus erklärt Jesus bei seiner Verhaftung, als Petrus ihn mit dem Schwerte verteidigen will: „Wer das Schwer nimmt, wird durch das Schwert umkommen!“ (Mt 26,52).Vor Pilatus stehend, stellt Jesus im Johannesevangelium fest: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36).
Entmilitarisierung des Begriffes Gottesherrschaft schon vorher
Auch vorher schon, spätestens nach der Zerstörung Jerusalems, wurde die politische Dimension des Reiches Gottes durch eine geistig religiöse abgelöst, ohne dass die Bibelauslegung die Erdenwirklichkeit aus dem Auge verlor. Schon der Jahwe Zebaoth, der Gott der Heerscharen, der Jesaia erscheint und ihn zum Propheten beruft, ist Herr der Engelheere und dokumentiert Herrschaft durch sein Wort, nicht durch Attacken israelitischer Gotteskrieger (Jes 6,1-13). Der Knecht Gottes des Zweiten Jesaia redet mit sanfter Stimme und ruft so fernste Völker zu Gott (Jes 42,1-4). Der Messias, von dem Sacharja träumt, reitet gewaltfrei, sanftmütig, auf einen Esel in die Heilige Stadt ein (Sach 9,9).
Ø    Vgl. Stat, Gehorsam und Widerstand
Ø    Vgl. Markus
Ø    Vgl. Evangelien
Ø    Vgl. Mose
Ø    Vg. Menschenrecht
Ø    Vgl. Hebräer
Ø    Vgl. Propheten
Ø    Vgl. Knecht Gottes
    
Richter
Ø    (N) Das Deuteronomistische Geschichtswerk, Jos 1,1-2Kön 25,30, Vorspann, Segen oder Fluch, Dtn 30,15f.
Ø    05.07. Das Buch der Richter, Ri 1,1-21,25, 05.07. In Ewigkeit nicht, bis 11.07. Destaster zwo
    
Römerbrief
Ø    Aus dem Römerbrief des Paulus, Röm 1,1-16,27, 16.11., Paulus, ein Knecht Jesu Christi, bis 24.11. Christ und Staat
Ø    Vgl. Briefe
    
Rom, der Römische Staat, das Judentum und das Christentum
Ø    Vgl. > Staat, Gehorsam und Widerstand, jüdische und christliche Auffassungen und Erfahrungen
Ø    Reich
    
Ruth
Biblisches Buch
Ø    (O) Starke Frauen, Das Buch Ruth 1,1-4,21, Vorspann, Geschichte oder Symbol
Ø    12.07. Auftakt, bis 18.07. Bleibende Botschaft