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Lade
Ø    Vgl. Bundeslade
    
Lamm Gottes
Drei Wörter
Drei Wörter finden wir im NT für Lamm, gr. aren, amnos, arnion. Gr. arnion wird in der LXX bei Jeremia (Jer 11,9), im Anhang zum Johannesevangelium (Joh 21,15ff.) und durchgehend in der Offenbarung benutzt (z. B. Apk 17,14). Im Hintergrund dieses Bildes steht das jüdische Ritual des > Passahs. Im Gebrauch des Wortes gr. arnion spiegelt sich eine Tradition wider, die auf Jeremia zurückgeht. Jeremia sieht sich selbst in der Rolle des zutraulichen Lammes, das zur Schlachtbank geführt wird (Jer 11,9). Im Requiem für den unbekannten Knecht Gottes (Jes 52,13-53,12) wird der Begriff gr. amnos, Lamm, eingesetzt, das Bild aus Jeremia jedoch beibehalten und weiter entwickelt.
Wie ein Schaf
Auch in der Tradition von Jes 53 geht der Knecht Gottes wie ein Schaf, das stumm leidet, den Stellvertreterweg. Er wird gefangen genommen und getötet, während das Volk, aus dem der Knecht niemanden verrät, frei ausgeht (Jes 53,7). Dieses Symbol findet Eingang in die Kultsprache des NT (Apg 8,32; 1Petr 1,18f.; 1Kor 5,7).
Im Aramäischen
Im Aramäischen, der Sprache Jesu, werden darüber hinaus Lamm Gottes und Knecht Gottes mit einem Begriff belegt, so dass es in der Urgemeinde zu einem doppelten Symbol kommt: Das Lamm Gottes ist der Knecht Gottes – und umgekehrt (Vgl. D. Stork, Ins Leben rufen, Stuttgart 1995, S. 42f.; Art. Lamm, in: Kleines Bibellexikon, Konstanz, Auflage 1990, S. 190), ein Bild, das im Johannesevangelium eine überragende Rolle spielt (Joh 1,29).
Ø    (F) Propheten schauen Heil, Aus und nach dem Exil, Vorspann, Jes 40,1ff.; Jona 1,1-4,11
Ø    19.02. Ein erstes Lied des Knechts, bis 25.02. Fürwahr
Ø    26.03. Abendmahl
Ø    24.05. Siehe, das ist Gottes Lamm
Ø    08.12. An seinem Leibe
Ø    Vgl. Knecht Gottes
    
Laubhütte, Laubhüttenfest
Das Laubhüttenfest, einmal im Jahr, am Ende der Ernte als Erntefest gefeiert (Ex 23,16; Lev 23,41), wurde später zum Wallfahrtsfest (Ex 34,22) mit mehrfacher Bedeutung und umfangreichem Ritual (Num 29,13-38). Auf jeden Fall stellt es eine Erinnerung an den Aufbruch aus Ägypten dar. Auch gilt es als Allegorie aufs Zeltleben in der Wüste. Eine Laubhütte, ein aus leichtem Geäst gebautes Gebilde, durch dessen Zweige man den Sternenhimmel erkennen kann, bedeutet Aufbruch zu Neuem, Nähe zu Gott, Dank und Freude. In der Endzeit werden alle Völker zum Laubhüttenfest nach Jerusalem ziehen (Sach 14,16ff.).
    
Logienquelle
Siehe > Zweiquellentheorie
    
Losorakel
Durch Los wird bestimmt, wie weiter verfahren werden soll, in einer Schlacht, in einer Personalentscheidung, während eines Gerichtsurteils, im Ersten Testament oft erwähnt (Lev 16,8; Num 33,54; Jon 1,7; Ps 22,19). Der Hohepriester trug die beiden Entscheidungselemente, Urim und Tummim in seinem Brustschild (Ex 28,30; Num 27,21).
    
Lukas
Evangelium und Apostelgeschichte
Lukas, Mitarbeiter des Paulus (2Tim 4,1), Heide von Geburt, Arzt (Kol 4,11.14) gilt als der Verfasser des Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte, ansonsten gibt es zwei legendenhafte Traditionen, Lukas, der Maler, der von Gott die erste Ikone erhalten habe; Lukas, der Arzt! Wenn die Wir-Berichte der Apg nicht literarisches Stilmittel oder als von Lukas eingefügte Fremdtexte anzusehen sind, kann aus ihnen geschlossen werden, das Lk Pls auf seiner Romreise begleitete (Apg 16,10-16; 20,5-15; 21,1-18; 27,1-28,6). Dass Lukas als erster die historische Dimension des Urchristentums ins Auge gefasst habe, ist richtig und zugleich falsch. Richtig an dieser Theorie ist, dass Lukas, anders als Markus, nicht mehr die urchristliche Erfahrung in das Christusevangelium integriert. Er widmet der Entwicklung nach Ostern ein ganzes Buch, die Apostelgeschichte, wenn er denn der Verfasser der Apg ist, die um 90 n. Chr. entstand. Falsch wäre es, zu glauben, Lukas habe umfassend chronologisch aus dieser Epoche berichtet. Lukas wählt aus, pointiert, berichtet in Auswahl und tendenziell.
Nur drei Reisen notiert
Von den verschiedenen Reisen des Paulus notiert er nur drei, von den Missionsreisen des Petrus und anderer Apostel berichtet er nichts. Um so intensiver verfolgt er sein Ziel, zu erzählen, wie das Evangelium in den Personen Jesus, der Apostel und Petrus sowie Paulus von Nazareth nach Rom gelangt. Vgl. > Paulus, > Briefe.
Ø    (S) Das Lukanische Geschichtswerk, Lk 1,1-24,53; Apg 1,1-28,31, Vorspann 1, Wechsel des Lebensstils
Ø    (T) Ist Lukas der erste Kirchenhistoriker? Vorspann 2, Vorwort zweier Schriften
Ø    Vgl. Synoptiker
Ø    Vgl. Zweiquellentheorie
Ø    Vgl. Geschichtswerk
Ø    Vgl. Briefe