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G (365 mal Gott-Lexikon) Drucken
Galaterbrief
Ø    Aus dem Galaterbrief des Paulus, Gal 1,1-6,18
Ø    03.12. Zur Freiheit befreit, bis 04.14. Geschwisterlichkeit
Ø    Vgl. Briefe
   
Galiläa
Das Galiläa der Heiden
Landschaft im Westen des Sees Genezareth und des Jordans. Das atl. und ntl. Galiläa stimmen in Bezug auf ihre Grenzen nicht überein. Schon Salomo trat einen Teil Galiläas an Hiram, den König der Phönizier, ab (1Kön 9,11). Die jüdische Bevölkerung, die nach der Zerstörung des Nordreiches und nach dem Exil übriggeblieben war, verschmolz so sehr mit den neu angesiedelten Nichtjuden, dass man während der Makkabäerkriege die in Galiläa noch lebenden Juden nach Judäa umsiedelte (1Makk 5,23). Dass man zu Jesu Zeiten vom Galiläa der Heiden sprechen konnte, ging auf einen Zusatz zu einem Bildwort des Jesaia zurück, der der Nordregion von Sebulon und Naphtali, einer Leidensregion, den Wiederaufbau weissagte, dem Galiläa der Heiden (Jes 8,23; Mt 4,15). Die Galiläer waren an ihrem Dialekt erkennbar (Mk 14,70) und im übrigen Juda gering geachtet (Joh 7,14). Auch galten die Galiläer als wilde Nationalisten, die sich gern mit Rom anlegten. Galiläer galt also seit eh und je als nationaler Unruheherd, als Brutstätte der Zeloten (Lk 13,1ff.). Schließlich ging der Aufstand, der 4. v. Chr. aus Anlass der Volkszählung durch Augustus unter dem Statthalter Quirinius unter dern Führung des Judas des Galiläers losbrach (Lk 2,1ff.) auch von Galiläa aus.
Nach der Zerstörung Jerusalems und erst recht nach der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes, 130 n. Chr., wurde Galiläa zu einem Mittelpunkt rabbinischer Gelehrsamkeit.
Verhältnisse zur Zeit Jesu
Zur Jesuszeit gehörte Galiläa zur Herrschaft des Herodes Antipas. Jesus stammte aus Galiläa und trat zunächst dort auf (Lk 3,1; Mk 1,9). Johannes des Täufers Ermordung wurde von Herodes Antipas veranlasst (Mk 6,21ff.).
Das nachösterliche Galiläa
Auch dieser Hinweis kann erhellen, warum der Jüngling den Frauen am Grabe erklärt, der auferstandene Jesus sei nach Galiläa vorausgegangen. Jerusalem liegt zerstört, als Markus sein Evangelium schreibt, Galiläa gilt als mehr oder weniger intakter Zufluchtsort, wo in Ruhe das Gespräch mit dem jüdischen Rabbinat gesucht werden kann, um neben den Völkern auch Juda für den Messiasglauben zu gewinnen.
Flucht in den Norden
Pella, eine Stadt am Ostrand des Jordangrabens, 28 km südlich des See Genezareths, in der Römerzeit zur Dekapolis gehörend, wird von Eusebios als der Ort bezeichnet, in den die Christen zu Beginn des Judäischen Krieges (66-70 n. Chr.) aus Jerusalem flohen. Auch wenn sie hier in ein weiteres Krisengebiet gerieten, so war ihre Überlebenschance in Pella, das zum Ende des Krieges als befriedet galt, größer als in dem eingeschlossenen Jerusalem, in dem sich zwei totalitäre Messiassysteme bekämpfen. Dort konnten sie so um so eher dem Terror- und Belagerungstod anheimfallen. Wäre die Erzählung vom leeren Grab nach Markus in diesen Zeitläuften entstanden, enthielte sie auch den Hinweis zur Flucht in den Norden.
Ø    Vgl. Staat Gehorsam und Widerstand, jüdische und christliche Auffassungen
Ø    Vgl. Josephus, Geschichte des Judäischen Krieges
   
Gattung
Sowohl in den Psalmen wie in der Prophetischen Literatur werden verschiedene poetische, auch liedhafte Formen benutzt. Forscher stellten fest, dass sich die Liedgattungen wiederholen, Klagelied des Volkes, des Einzelnen, Gerichtsprotokoll, Bänkellied, Liebeslied usw. Umlaufende Rede- und Liedformen wurden gern benutzt. Darüber hinaus wurden zusammenhängende Liturgien ausgebildet, die zu den verschiedenen Anlässen aufgeführt wurden.
   
Gemeinde
Ein Zentralbegriff
Einer der Zentralbegriffe der Bibel des Ersten und Zweiten Testaments ist Gemeinde, hebr. kahal, gr. ekklesia. Der Bund, den Gott schließt, schließt er mit seiner Gemeinde, dem wandernden Volke Gottes (Hebr. 13,14). Einzelner und Gemeinde, Gesellschaft und die Völker sind aufeinander bezogen, verweben sich zur Menschengemeinschaft, für die und mit der Gott der Bibel seinen Befreiungsbund schließt. Moses und Propheten, Jesus aus Nazareth und seine messianische Bewegung sind unterwegs zur Verwirklichung dieses Zieles, den menschlichen Menschen zu entwickeln, wiederherzustellen. Die Gemeinde ist kein Ort der frömmelnden Besinnung, sondern Sammlung und Sendung geschehen aus ihr heraus, Einzelner und Welt sind gemeint. Gemeinde ist ankommendes Reich Gottes, das in, mit und unter Gottes Menschen aufsteht.
Sammlung am Sabbat
Der Mensch, verkrüppelt und zerstört, darf sich am > Sabbat sammeln, soll sich in der Versammlung der Gemeinde in die Mitte begeben, seine eigene Mitte dabei suchen und finden. Er wird so Jesus begegnen, dessen Wort und Wille Zerstörtes heilt und den beschädigten Menschen wieder herstellt Der Sabbat ist nach Jüüdischer Lehre der stetige Vorausentwurf dieser Wiederherstellung des Gottes- und Menschheitsfriedens (Mk 3,1-6, par.).
Menschheitswunder am Christustag
In und mit durch die Gemeinde geschieht dieses Menschheitswunder. Die Aufgabe der Gemeinde ist es, das messianische Werk Jesu zu tun, zu heilen, den Menschen und den Kosmos wiederherzustellen! Gr. ecclesia meint die Gemeinde vor Ort, die sich zugleich als Weltkirche, ja als Anwältin der Menschheit versteht. Weil aber nun der Messias am 1. Tage der Woche, also am Tage nach dem Sabbat aufstand, geht die Christenheit dazu über, beide Feiertage einzuhalten, dann aber sich auf den Auferstehungstag des Messias als Feiertag zu reduzieren.
Ø    Aus der Mosetradition:
Ø    21.06. Höre Israel, bis 26.06. Sechster Lebenskreis
Ø    In Verbannung und Diaspora: 13.08. Der Ruf geht weiter, bis 15.08. Wahrhaftigkeit
Ø    Aus der Apostelgeschichte: 05.10. Vermächtnis oder Herrschaft, bis 08.11. Gemeinde
Ø    Aus verschiedenen Briefes des Paulus: 09.11. Umkehr zum Messias Jesus, bis 15.11. Umkehr zur Gemeinde
Ø    Aus dem Römerbrief des Paulus, 16.11. 25.11. Paulus, ein Knecht Jesu Christi, bis 24.11. Christ und Staat
Ø    Aus den Korintherbriefen: 25.11. Weisheit des Kreuzes, bis 02.12. Christusträger
Ø    Aus dem Galaterbrief des Paulus: 03.12. Zur Freiheit befreit, bis 04.12. Geschwisterlichkeit
Ø    Aus dem Philipperbrief des Paulus: 05.12. Wie der Messias Jesus, bis 06.12. Der Herr ist nahe!
Ø    (W) Übrige Briefe, Vorspann 1, In ihm, Eph 1,11-14
Ø    (X) Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott, in Liebe, Vorspann 2, Einigkeit im Geist, Eph 4,1-6
Ø    Aus dem 1. Petrusbrief, 1Petr 1,1-5,14, 07.12. Wiedergeburt, bis12.12. Nüchtern und wach

   
Geschichtswerk, deuteronomistisches und lukanisches
Namensgebung im Ersten Testament
Das dtn. Geschichtswerk beruht auf einer religiösen Grundeinsicht: „Wenn sich der Mensch innerhalb des göttlichen Gesetzeswerkes verhält, wenn er Gottes Gebote befolgt, wird es ihm gut gehen, andernfalls erfolgt statt Segen Fluch.“ Im Dtn wird diese Vorstellung ursprünglich verankert (Dtn 30,15f.). Daher rührt auch der Name des dtn. Geschichtswerks, das von der Idee von Segen und Fluch durchzogen wird.
Segen und Fluch
Freilich, Segen und Fluch wirken nicht automatisch. Segen quillt aus dem Tun des Gesetzes, weil das Leben unter dem Gesetz, aus dem Gesetz heraus eine Atmosphäre der Gerechtigkeit, des Vertrauens und des Friedens schafft. Ebenso meint Verfluchung nichts Magisches. Wenn Vertrauen, Gerechtigkeit und Frieden gefährdet sind, wachsen der Gesellschaft unbesehen, sozusagen wie von selbst Konflikte zu. Das Nichttun des Gesetzes schafft Räume von Gesetzlosigkeit, Angst, Revolte und Krieg. Das Gewaltpotential steigt rapide an. Bewusst aus dem Gesetz zu leben ist eine einzigartige vertrauensbildende Maßnahme, ein Zukunftsgewinn.
Ø    (N) Das Deuteronomistische Geschichtswerk, Jos 1,1-2Kön 25,30, Vorspann, Segen oder Fluch; ff.
Ø    28.06. Das Buch Josua Jos 1,1-24,33, Das Versprechen, bis 04.07. Der Landtag zu Sichem
Ø    05.07. Das Buch der Richter,. Ri 1,1-21,25, In Ewigkeit nicht, bis 11.07. Desaster zwo
Namensgebung im Zweiten Testament
Das Lukanische Geschichtswerk hat seinen Namen analog zum Dtn, Geschichtswerk erhalten. Inhaltlich zeichnet es den Weg des Evangeliums von Nazareth über Jerusalem nach Rom. Dieser Weg wird an den Personen Jesus, Petrus und Paulus entwickelt. Es handelt sich um eine idealtypiche Darstellung, die dennoch zu wichtigen historischen Sachverhalten hinführt. Freilich wäre es ein Fehler, das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte als ein historisches Dokument anzusehen. Hier wird Heilsgeschichte konzipiert, die die Theologie des Lukas entfaltet.
Ø    (S) Das Lukanische Geschichtswerk, Lk 1,1-24,53; Apg 1,1-28,31, Vorspann 1, Wechsel des Lebensstils
Ø    (T) Ist Lukas der erste Kirchenhistoriker? Vorspann 2, Vorwort zweier Schriften
Ø    13.09. Johannes der Täufer, bis 08.11. Gemeinde
Ø    Vgl. Lukas
Ø    Vgl. Paulus
Ø    Vgl. Briefe
   
Gihon
Fluss und Quelle
Ø    Vgl. Eden
   
Gleichnisse, Gleichniserzählungen und Gleichnisreden Jesu
Gleichnis und Gleichniserzählung
Eine scharfsinnige Unterscheidung zwischen einem Gleichnis und einer Gleichniserzählung, einer Parabel, bringt insofern etwas ein, da so verdeutlicht wird: Ein Gleichnis hat stets nur einen einzigen Vergleichspunkt, während eine Gleichniserzählung einer Zug-um-Zug-Auslegung einen gewissen Raum gibt, wofür das Gleichnis Jesu von den beiden Brüdern (Lk 15,11-31) das beste Beispiel ist. Dennoch, auch die Gleichniserzählungen haben zunächst einen Auslegungsschwerpunkt, dem die ganze Aufmerksamkeit zu gelten hat.
Reichgottesgleichnis, Endzeitgleichnis
Wichtiger scheint eine gewisse Unterscheidung von Reichgottes- und Endzeitgleichnissen zu werden? Letztere tauchen bei zwei Synoptikern, bei Mt und Mk, in der Passionshaggada auf (Mk 12,1ff. par.; Mt 24,45ff.; 25,1ff.; 14ff.). Sie unterstreichen den Endzeitcharakter des Leidens und Sterbens Jesu. Mit dem Beginn der Leiden Jesu setzt die Endzeit ein. Die Endzeitgleichnisse malen also nicht einfach das zukünftige Endgericht aus sondern schauen Zukunft und Gegenwart in eins und fordern uns zur messianischen Entscheidung heute heraus. Sie bleiben Reichgottesgleichnisse.
Gleichnisreden oder Gleichnisse zur Illustration von Zusammenhängen
Wie sich die Endzeitgleichnisse bei Mt und Mk in die Passionshaggada einfügen, so werden die Reichsgottesgleichnisse bei diesen beiden Evangelisten, wohl der Anordnung der Logienquelle folgend, in je einer Gleichnisrede gesammelt (Mt 13,1-52; Mk 4,1-34). Lk streut seine Gleichnisse, dem Prinzip der Veranschaulichung folgend, übers Evangelium, mit Ausnahme der Passionshaggada, in der er auf alle Gleichnispredigt Jesu verzichtet. Der Leidensweg Jesu ist für Lk eher ein Weg ins Stellvertreterleiden des Knechtes Gottes, das nicht jenen Endzeitcharakter besitzt, wie er in den Passionsberichten des Mt und Mk hervortritt. Lukas fügt seine Gleichnisse und Gleichniserzählungen dort ein, wo sie am besten Wort und Tat Jesu veranschaulichen.
Ø    (J) Gleichnisse Jesu in der Urgemeinde, Vorspann 2, Reich Gottes
Ø    01.04. Jeder auf seine Weise, bis 22.04. Feigenbaum
   
Gnosis
In allen Religionen
Es ist unmöglich, das Stichwort Gnosis, gr. Erkenntnis, auf die Kürze voll zu entwickeln. . Nach dem Gnosiskongress von Messina (1966) ist unter Gnosis das „Wissen um göttliche Geheimnisse , das einer Elite vorbehalten ist“, eben dem Gnostiker, dem Wissenden zu verstehen. In allen bedeutenden spätantiken Religionen gab es gnostische Vorstellungen und Glaubenselemente, jüdische, ägyptische und christliche Elemente. Die antike Philosophie, vor allem der Platonismus, färbte die verschiedenen gnostischen Strömungen stark ein. Es wird ein radikaler Dualismus von Licht und Finsternis, Gut und Böse, Geist und Materie gelehrt. Alles, was auf dieser Erde geschieht, ist eher vom Bösen befleckt und durchdrungen und bedarf der immateriellen Erneuerung. Dementsprechend wurde die Erde von einem gr. demiurgos, einem Handwerkergott, hergestellt und bedarf ihrer Durchgeistigung, was einer Abschaffung der irdischen Wirklichkeit gleichkommt. Die Schöpfung ist also der Materie zuzurechnen und wird in der Endphase der Geschichte in vollkommen durchgeistigter Gestalt erneuert.
Der Körper ist bedeutungslos
Insofern interessiert am christlich-messianischen Glauben die Seele, nicht der Leib, der Geist, nicht der Körper. Auferstehung wird zu einem eher seelischen Vorgang, Plato und sein Höhlengleichnis stehen Pate: Der Tod bedeutet die endliche Befreiung der Seele aus dem Gefängnis des Leibes, der bis zum Tode die reine Seele, die zum hellen Licht strebt und nur vom Licht erlöst wird, einkerkert, andauernd verschmutzt und böse vergewaltigt. Aus dem noch reinen Grund der Seele steigt der göttliche Lichtfunke wieder zur Gottheit empor, von der er mit der Geburt (oder schon vorher) in den Seelengrund eingesenkt wurde. Weil nun die Seele den einzigen lebenswerten Wert ausbildet, der dem geistig befreiten Menschen zukommt, so scheint es denn auch unwichtig zu werden, was der Mensch mit sich selbst anfängt. Wenn der Körper nur etwas Vorläufiges ist, scheinen der Seele dessen Versuche zur Selbstbefreiung nicht zu schaden, vielmehr dient ein solcher Prozess eher der Reinigung und dem Seelenfortschritt. Es ist also sinnvoll, dass der Mensch sich zu Lebzeiten austobt und seine Körperfunktionen, einschließlich der angeborenen Sexualität, zur eigenen Befreiung nutzt, so einige Strömungen. Andere treten für radikale Askese und Kasteiung des Körpers ein. So wird alles Vorläufige in seinem Verfallscharakter bestätigt und abgenutzt. Gemeindeordnung und –zucht werden wegen der Wirkungslosigkeit alles Körperlichen weniger wichtiger genommen.
Kein konkreter Messias
Konkrete Messiasvorstellungen mit der Einbindung der befreienden Gottestat im Menschen Jesus von Nazareth, sind unnütz, stören eher den Vergeistigungsprozess als dass sie ihn förderten. Kreuzestheologie wird aufgelöst in eine frei schwebende Lichttheorie. Gottes Erlösungswerk wird also durch ein System von Weihen und Prüfungen, die der Adept durchlaufen muss, ersetzt. Gottessohnschaft ist ein symbolischer Vorgang, Auferstehung eine Metapher fürs Leben im Lichtreich. Der historische Jesus von Nazareth verflüchtigt sich so mehr und mehr zur Wahrheit, die niemand mehr geschichtlich nennen könnte. Vielmehr meint das messianische Prinzip innerhalb der Gnosis eher die innere Lichtbefreiung zu Liebe und Verstehen der Menschen untereinander.
Abweis gnostischer Ideen
Zahlreiche Entwicklungen innerhalb der Evangelien, zum Beispiel, die Erzählungen vom leeren Grab, sind als Abwehr gnostischer Ideen anzusehen, Auferstehung meine, es sei nur Jesu Seele zum Licht emporgestiegen, was die Gläubigen bereits auf Erden strebend und suchend nachvollziehen sollten und könnten. Das erzählt die Geschichte vom leeren Grab anders. Sie wurde nur deshalb erzählt, um ein Gegengewicht gegen die Reduktion der Erneuerung auf einen Seelenvorgang, oder auch auf eine Jenseitserfahrung zu reduzieren. Das leere Grab liegt in bzw. bei Jerusalem, hier auf dieser Erde. Darum geschieht Auferstehung, Auferweckung hier und jetzt, wie Jesus auch hier und jetzt auferstand, leiblich. Auch die Vorgeschichten bei Mt und Lk dienen der Abwehr gnostischer Ideen, sie betonen kompromisslos die frühe und unauflösliche Identität des Geistes Gottes mit dem Menschen Jesus. Den Briefen des Paulus wird lange Zeit gnostisches Denken vorgeworfen, da Paulus den tiefen Dualismus Licht-Finsternis, Fleisch-Geist kennt und am historischen Jesus cum grano salis wenig Interesse zeigt. Am deutlichsten ist die Verflechtung von Gnosis und Christentum bei Johannes zu erkennen, wobei Johannes aus geniale Weise gnostische Bilder vom Licht und Geist nutzt, aber sie tief in der Geschichte des Offenbarers Jesus aus Nazareth und in jüdischer Theologie verankert. Für einen Juden ist es undenkbar, Leib und Seele zu spalten, der Mensch wird eine lebendige Seele, nicht: er bekäme sie (Gen 2,8).
Ø    (L) Im Anfang war das Wort
Ø    14.5. Er kam in sein Eigentum, bis 29.5. Der Sieg, der die Welt überwindet
   
Goldenes Kalb
Ø    Vgl. Stier
Ø    Vgl. Kanaanäische Religion und Israel
   
Gottesdienst
Gottesdienst ist ein zentrales Thema der Bibel. Aber es ist interessant, welch pointierte Wendung die Bibel diesem Thema gibt!
Ø    06.08. Gottesdienst
Ø    23.08. Euer Gottesdienst stellt Gott bloß!
Ø    03.09. Das größere Debakel
Ø    23.11. Alltag als Gottesdienst
   
Gottgeweihte
So wurden Tempelprostituierte, Männer und Frauen, genannt. Tempelprostitution drang zeitweise auch in den Jahwekult ein und wurde in Gebäuden am Tempel von Jerusalem vollzogen. Josia beendete diese Übernahme aus dem Fruchtbarkeitskult der Astaharte und des Baal (2Kön 23,4ff.). Vgl. Kanaanäische Religion und Israel.
   
Gotteskasten
Das gr. gadsophyleikon meint umfassend „Schatzkammer“, die in diesem Fall den Tempelschatz barg. Tempelbesucher wurden aufgefordert, ihren Finanzbeitrag zum Erhalt und Ausbau des Tempels zu leisten. Dieser Schatz wurde von der innerjüdischen Tempelverwaltung genutzt. Rom hatte keinen Zugriff auf dieses Geld, das auch zur antirömischen Agitation verwendet wurde. Der Spendenstock ist analog unseren heutigen Opferstöcken vorzustellen.
   
Gottesknecht
Ø    Vgl. Knecht Gottes
   
Gottesrecht
Ø    Siehe Apodiktisches Recht